Samstag, 21. November 2009

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Bloggen, ich? Ja, warum eigentlich?

Das Web, die Gesellschaft, das soziale Umfeld und vor allem: Die anderen Leute.

In den letzten zehn, fünfzehn Jahren hat sich bei mir die Haltung eingeschlichen, immer weniger an meinen Zeitgenossen und der Gesellschaft interessiert zu sein. Dabei habe ich das Gefühl, jetzt die gleiche Scheißegal-Haltung annehmen zu müssen, z.B. wohin diese Gesellschaft driftet oder mit wem ich es zu tun habe, wie sie offensichtlich die überwiegende Mehrheit hat.

Das gelingt mir momentan nur durch hartnäckiges gedankliches Durchwinken und Kopfschütteln sowie bewusstem Ignorieren der von diesen Leuten gestalteten geistigen Ausgeburten und Verfahren. Ich bin leider nicht so dumm den Horizont und die Intention der Anderen nicht zu erkennen. Ich lege nur noch nicht denselben Egoismus und dieselbe Respektlosigkeit an den Tag wie es heute offensichtlich allgemein üblich ist. Es widerstrebt mir völlig, aber ich muss mich da wohl noch ändern, hin zum Durchschnitt der Gesellschaft und viel egoistischer werden, frecher und vielleicht sollte ich es auch mal mit Scheuklappen probieren damit ich mangels Information ehrfurchtsvoll aufschauen kann wenn mir mal wieder was vom Pferd erzählt wird.

Es will mir einfach nicht gelingen unsensibler zu werden. Das braucht man aber um in diesem weiteren Umfeld so zu leben, dass einen nicht so viel aufregt. Das ist nämlich gar nicht gut für meine Gesundheit. Es sollte das zufriedene Grundlächeln eines Buddha her ohne das dies über diese merkwürdige religiöse Ekstase, Verblödung, Alkohol oder Drogen erzeugt wird, sondern einfach nur deshalb, weil Drumherum alles OK ist. Also fing ich an „Drumherum“ für mich kleiner zu machen. Aber da laufen immer noch so viele Gestalten herum die sich auch mit Durchwinken und Kopfschütteln nicht ignorieren lassen, besonders weil sie sich aufdrängen oder Umstände produzieren die einen betreffen.

Muss ich mich mit diesem Bodensatz an Störenfrieden und dummdreisten Egoisten abfinden? Vermutlich ja, denn ich kann und will mich ja nicht noch weiter einkapseln und auch in meinem Beruf lässt es sich nicht vermeiden, dass ich immer häufiger mit solch strukturierten Leuten in Kontakt komme, ganz einfach weil es prozentual immer mehr werden. Was also tun? Zum abreagieren Sport zu treiben ist nicht meine Sache, ablästern am Telefon mit der allerbesten Freundin oder abkotzen in einem Blog auch nicht, aber über was ganz anderes Nachdenken half bisher immer. Es muss nur so konzentriert sein, dass die Gedanken nicht zurückschweifen und deshalb schreibe ich dann mal quer über ganz andere Dinge.

Da dies mein allererster Blog ist, bin ich selbst gespannt wie sich das alles entwickelt.
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